Wer trägt die Kosten für den Rückbau?
Zerstörung im sagenumwobenen Reinhardswald in Hessen: Derzeit rollen die Bagger, zerstören jahrhundertealten Wald, und tiefe Betonfundamente für Riesenwindräder werden in den Boden gerammt.
Doch wer trägt eigentlich die Kosten für den Rückbau, der nach 30 Jahren ansteht? Die Kommunen rund um den Reinhardswald schlagen Alarm. Sie halten die veranschlagten 1.000 Euro pro Meter Windradhöhe, die von den Betreibern als Bankbürgschaft hinterlegt wurden, für viel zu niedrig. Denn in Hessen sind es die Gemeinden und damit der Steuerzahler, die auf den auf den explodierenden Kosten für den Rückbau und die Entsorgung sitzenbleiben. Die hinterlegten Bankbürgschaften seien viel zu niedrig angesetzt. Und wer weiß schon, wie hoch die Baukosten in 30 Jahren sein werden?
Wieder einmal wären Gewinne privatisiert und Verluste dem Steuerzahler aufgebürdet.
Dieses Thema muss auch in Bayern auf den Tisch! Denn hier werden es wohl die Grundeigentümer sein, die die Zeche zu bezahlen haben, wenn die Anlagenbetreiber nach Jahren der Gewinnabschöpfung plötzlich nicht mehr zahlen wollen.
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